C. O. Müller - Galerie in der Residenz Eichstätt

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Ausgewählte Werke

   

Selbstporträt mit roter Mütze

 

Selbstporträt mit roter Mütze

Öl auf Leinwand, 1931
68 x 62 cm

Der Maler stellt sich in diesem psychologisierenden Bild mit strengem, ja rebellisch anmutendem Blick dar. Die rote Schiebermütze, der schmutzig blaue Bildhintergrund und ein unprätentiös an die Wand gelehnter Bilderrahmen, vor den eine „abgemagerte“ und farblose Palette gestellt ist, signalisieren Müllers vorübergehende Abkehr von der „akademischen“ Umsetzung traditioneller Bildthemen. Den konzentrierten Blick im Selbstporträt hat Müller regelrecht kultiviert, wie man das auch an seinem starren und ganz und gar akademisch geratenen Selbstbildnis aus dem Jahr 1931 beobachten kann.

Erst die Selbstporträts der späten 1950er Jahre, wie übrigens auch die Bildnisse und Figurenkompositionen aus diesen Jahren, spiegeln in ihrer aufgelockerten Malweise den Maler Carl Otto Müller wider, der sich im Vollbesitz seiner künstlerischen Kräfte wusste.

Im Selbstporträt mit der roten Mütze reflektiert Müller die zeitgenössischen Entwicklungen in der Malerei der 1920er und 1930er Jahre. Den Realismus oder die Neue Sachlichkeit mit ihren Protagonisten Max Beckmann, Otto Dix oder Christian Schad hat Müller nicht nur gekannt, er hat ihre Ausdrucksformen auch intensiv studiert, ehe er sie für sich verwarf.

   

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