|
 |
|
Selbstporträt
Öl auf Leinwand, 1923
48 x 48 cm
Der Maler stellt sich in diesem Selbstporträt als einen jungen Mann mit
gepflegtem Äußeren dar. Von einem gegenüber dem Bildbetrachter niedriger
gelegenen Standpunkt aus blickt er zum rechten unteren Bildrand auf. Im
Bildhintergrund sieht man auf einem Tisch ein gerahmtes Landschaftsbild
liegen.
Vielleicht ist es der Meisterschüler C. O. Müller, der da höchst
konzentriert die Korrektur seines Professors erwartet. Der offene Blick
des Malers scheint auch zu signalisieren, dass er für eine fördernde
Botschaft seines Professors durchaus noch empfänglich ist.
Auch der offene Malduktus unterstreicht die Empfänglichkeit des Malers für
neue Ideen und neue Entwicklungen in der Malerei.
Freilich, von den neueren Entwicklungen in der europäischen Kunst, die
Müller bei seinem ersten Aufenthalt in Paris im Jahr 1928 bemerkt haben
musste, findet sich in den danach in München entstandenen Werken beinahe
nichts wieder. |