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Der Jurabruch Wachenzell
Öl auf Leinwand, 1968
50 x 60 cm
Die kristallinen Formen eines aufgelassenen Steinbruchs im
Bildvordergrund und die anstehende Wand des Bruchs im Bildhintergrund
modulierte Müller aus einer schier unzähligen Reihe von Violett-,
Grau-, Blau- und Rottönen. Und doch gelingt es ihm auch zu verdeutlichen,
was ihn in seiner Bildauffassung und seiner Malweise von Cézanne trennt.
Wohl hat C. O. Müller in seinem Bild von einem Jurabruch die Ölfarben auch
zur zeichenhaften Abformung von Naturerscheinungen verwandt. Die
künstliche Form jedoch, die im Bildraum zunächst nur als Zeichen steht,
führt er durch die hilfsweise Anwendung des Konturs wieder mit den
gängigen Sehgewohnheiten zusammen. Nur in ganz wenigen Arbeiten, etwa
denen, die er 1969 oder 1970 von seinen Spanienaufenthalten 1969/70
mitgebracht hat, lässt C. O. Müller die „sensations colorantes“ von Paul
Cézanne so radikal als vom Gegenstand abstrahierte Farben im Bild stehen,
wie das Cézanne selbst ab etwa 1885 getan hat. |