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Jurahauslandschaft des Altmühltals als „französische
Hauslandschaft“ inszeniert.
Daneben entstanden aber ab etwa dem Jahr 1951 auch Ansichten der Orte
Neu-Essing, Grösdorf, Gungolding, Arnsberg, Pfünz, Mörnsheim, Schönfeld
und Dollnstein, in denen Müller das Charakteristische der
Jurahauslandschaft, die kargen Wacholderheiden, die flach geneigten
Dächer sowie die kleinen Fensteröffnungen der Jurahäuser und ihre vielfach in
stumpfen Buntfarben geputzten und gestrichenen Fassaden, unerreicht
malerisch dokumentiert hat.
Im Jahr 1970, so als hätte Müller auch da die Klammer um sein Werk
schließen wollen, hat er in seiner Reihe der „Schönen Stillleben“ noch
einmal ein großes „Schönes Stillleben“ gemalt. Neben den bedeutenden
Stillleben aus Müllers früher Reifezeit
„Stillleben mit Rosen und Birnen“
(1944), „Stillleben mit Hechten und Krebs“ (1949) und seinem vielleicht
berühmtesten Stillleben „Die großen Drei (Sic transit gloria mundi)“
(1958) darf das „Schöne Stillleben“ von 1970 als eines seiner abgeklärtesten Stillleben überhaupt gelten.
Geöffnete und ausgetrunkene Austern auf einem Teller, ein zu einem Drittel
gefülltes, schlankes Champagnerglas, kunstvoll zubereitete Zitronen in |
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einer flachen Schale, zwei angebrochene Schachteln mit
filterlosen französischen Zigaretten, eine Etagere und eine elegante
Flaschenparade beherrschen den Bildmittelgrund dieses Bildes.
Nüchtern die Bilanz zu einem nicht immer üppigen, aber doch
abwechslungsreichen und erfüllten Malerleben. Und ganz selbstverständlich
da auch das Bildzitat nach Edouard Manets Gemälde „Die Bar in den
Folies-Bergére“ von 1882, aus dem C. O. Müller schon 1939 zitierte, als er
seine Frau im Faschingskostüm als „Nana“ dargestellt hatte. |