C. O. Müller - Galerie in der Residenz Eichstätt

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Leben und Werk

 

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seinen weichen malerischen Stil, der die Farbflächen auch in früheren Werkphasen nie vollends in einzelne Farbtupfen zerlegte, wie das die Manier klassischer Impressionisten und Neoimpressionisten gewesen war.

In der Kunst der Lithographie widmete sich Müller, ähnlich wie in seinen an die Kunst des Franzosen Edgar Degas erinnernden Pastellen, nun gerne der einschlägigen Sujets. Oder aber er wiederholte in der Lithographie wie auch im Pastell Motive seiner frühen Malereien in kreidiger Hell-Dunkel-Tonalität oder in reduziert buntfarbigen Valeurs.

Wie Müllers spätem Vorbild, Edgar Degas, ging es auch ihm bei der Eroberung und Anwendung neuer künstlerischer Techniken und beim Vordringen in neue Bildwelten nicht darum, ob seine Malweise nun ausgesprochen modern oder gar avantgardistisch wäre. Authentisch C.O.M. sollte sie sein, das genügte ihm und seinem treuergebenen Publikum.

Müllers Blumenstillleben, seine Porträts von der gesellschaftlichen und politischen Prominenz der jungen Bundesrepublik wie auch seine Selbstporträts sind von einer sinnlichen und atmosphärischen Dichte und von einer im Bild realisierten Erfahrbarkeit der Volumina gekennzeichnet, dass sie den Betrachter

 

unweigerlich an die Bildsprache Paul Cézannes erinnern müssen.

So hatte es Müller zuletzt mit seiner „aufgeräumt“ nachimpressionistischen Malweise doch verstanden, eine ganz und gar eigenständige Harmonie parallel zur Natur zu schaffen.

Diese längst nicht mehr um reine Abbildung bemühte Kunst Müllers basierte auf hohem handwerklichem Vermögen und mentaler wie seelischer Anteilnahme am Malprozess als einer „Welterschaffung“ parallel zum unendlich facettenreich realisierten Entwurf des Weltschöpfers.

Insofern diente die Annäherung an Paul Cézannes Welt beinahe 50 Jahre nach dessen Tod für Müller zuerst der Selbstvergewisserung.
Der Vergewisserung darüber, dass man als Maler auf verschiedenen Wegen zu einer Kunst gelangen kann, die eine Harmonie parallel zur Natur ist. So erklärt sich dann auch, weshalb C. O. Müller Spaniens Landschaften, die er in den Jahren 1965, 1969 und zuletzt im Herbst 1970 bereiste, mit den Augen eines Provenzalen sehen konnte.

Und in seiner über Jahrzehnte gepflegte Bilder-Serie „In meinem Garten“ hat er bisweilen sogar die

 

 

Chronologische Biografie

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