C. O. Müller - Galerie in der Residenz Eichstätt

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Landschaften

 

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Weiß sei keine Farbe, und doch könne man nichts so farbig malen wie das Weiß, hat C. O. Müller 1945 in seinen Instruktionen für einen Maler notiert. In der Beherrschung des Weiß erkenne man den Meister, fügte er schließlich hinzu.

Und tatsächlich, das Weiß war bei Müller von Anfang an farbig intoniert. In den frühen Arbeiten all der Bildgattungen, die Müller gerne bediente, gestand er dem Weiß allerdings noch keinen selbständigen Charakter zu.

Ganz den Gesetzen einer akademisch-klassischen, Ton um Ton gestuften Helldunkelmalerei verpflichtet, ließ Müller das Weiß in seinen Bildschöpfungen zunächst nur als modellierende Abtönung seiner Buntfarben zu. Diese Malweise ist in der Landschaftsmalerei Müllers bereits in den ausschnitthaften Stadtansichten „Blick auf die Akademie der bildenden Künste in München“ (1926) und „Blick aus dem Fenster des Nähateliers“ (1930) zu beobachten. Verstärkt tritt die Methode der klassischen Helldunkelmalerei in Müllers Werk jedoch bei den frühen Porträts, Bildnissen, Figuren- und Aktkompositionen zutage.
Die eigenständige Landschaftsmalerei pflegte Müller erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als er längst aus München nach Grösdorf übergesiedelt war.

 

Spanische Landschaft, Kohle, 1970
Spanische Landschaft, Kohle, 1970

In den Landschaften, die dann ab 1950 entstanden sind, hat Müller das von ihm als Mittel der Kunst begriffene Weiß gerne angewandt. Seine vor der Natur empfangenen oder von der Natur erinnerten Bildeindrücke steigerte er mit malerisch-künstlerisch entwickelten Weiß-Modulationen zu eigenständigen Bildstrukturen.

   

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