C. O. Müller - Galerie in der Residenz Eichstätt

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Aktdarstellungen

 

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In der europäischen Malerei war im Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg die Rückkehr zu einem klar definierten Gegenstand und zur klassisch orientierten Komposition allgemein kennzeichnend.

Die experimentellen Versuche und Positionen der frühen Moderne nach 1905 wurden mit wenigen Ausnahmen, etwa Dada und Surrealismus, mindest vorübergehend eingestellt.

Und sogar Pablo Picasso setzte sich seit etwa 1917 in seiner so genannten Klassischen Periode wieder mit der identifizierbaren Wirklichkeit auseinander.

Plötzlich rückte das Werk des 1906 verstorbenen Paul Cézanne in den europäischen Kunstmetropolen überall ins Blickfeld des öffentlichen Interesses. Den Künstlern selbst hatte Cézanne zusammen mit Gauguin, van Gogh und Seurat immer schon als einer der wesentlichen Neuerer in der europäischen Malerei gegolten.

Als C. O. Müller 1918 von Eichstätt nach München ging, um dort an der Staatlichen Kunstgewerbeschule ein Kunststudium aufzunehmen, herrschte in der Landeshauptstadt ein eher konservatives Klima vor, während es ringsum politisch und gesellschaftlich brodelte. Nach einem kurzen linksrevolutionären

 

Liegende
Liegende, Lithografie

Zwischenspiel im März 1919 erfolgte im Frühjahr 1920 eine politische Wendung nach rechts. Und als Müller 1925 von der Meisterklasse der Kunstgewerbeschule an die Staatliche Akademie der bildenden Künste wechselte, hatte sich in München das restaurative Klima bereits verfestigt.

An der Akademie wurde der Rückgriff auf historische

   

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